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Corona Virus 2020 011Seit 2. November 2020 gilt bundesweit der zweite Corona-Lockdown ("Lockdown light"), bei dem Geschäfte / Firmen und Schulen / Kindertagesstätten diesmal offen bleiben, Freizeiteinrichtungen, Zusammenkünfte und Vereinsaktivitäten aber teilweise unterbleiben. Der Übungsbetrieb der Feuerwehr ist diesmal nicht eingestellt - und das aus gutem Grund. Die Feuerwehr muss fit für Einsätze bleiben und das gelingt nur, wenn die Handgriffe, das Bedienen der Geräte und verschiedene Einsatzsituationen immer wieder geübt und wiederholt werden sowie neue Erkenntnisse, wie die neue Dienstvorschrift für tragbare Leitern (FwDV 10), auch Praxis werden. Die Feuerwehr bittet deshalb um Verständnis, dass sie trotz Lockdown neben der selbstverständlichen und durchgängigen Einsatzbereitschaft auch Übungsdienste durchführt.

Während des ersten Corona-Lockdowns wurden ab 15. März 2020 nicht nur der Lehrgangsbetrieb auf Landes- und Kreisebene eingestellt, sondern auch der Übungsbetrieb auf Standortebene (Standortausbildung) wurde drei Monate lang unterbrochen. Auch als Geschäfte, Gastronomie, Betriebe und auch Vereine längst wieder öffnen konnten, musste die Feuerwehr mit ihrem Übungsbetrieb noch pausieren. Erst am 15. Juni 2020 wurde die Standortausbildung unter strengen Auflagen zum Schutz der Einsatzbereitschaft der Feuerwehr als kritische Infrastruktureinheit langsam wieder hochgefahren. Abstand, Hygiene, Maskenpflicht, Maximalbesetzung von Fahrzeugen sind nur einige Maßnahmen, die die Arbeit der Freiwilligen erschweren, aber zumindest eine Ausbildung wieder ermöglichten. Das Hygienekonzept für die Feuerwehr der Stadt Bad Soden-Salmünster ist mit dem Kreis (Gefahrenabwehrzentrum, Kreisgesundheitsamt) abgestimmt und vom Bürgermeister u.a. mittels Dienstanweisungen geregelt. Der Übungsbetrieb ist weiter auf ein Basisbetrieb eingeschränkt, beispielsweise finden keine gemeinsamen Übungen mehrerer Feuerwehren statt und manche Einheiten auch nur theoretisch und per Online-Konferenz. Aber dieser Minimum an Übungs- und Ausbildungsbetrieb muss - soweit möglich - zur Sicherheit aller aufrecht erhalten werden.

Auch die Jugendarbeit der Feuerwehr darf weiterlaufen, da es keine Vereinsaktivitäten sind, sondern sich die Nachwuchsabteilungen (Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr) durch ihre Übungen auf den Einsatzdienst vorbereiten. Die Jugendarbeit der Feuerwehr war seit 15. März 2002 fast ein halbes Jahr ausgesetzt, erst seit 1. September 2020 darf die Kinder- und Jugendfeuerwehr - ebenfalls mit Maske, in Kleingruppen und unter Hygienestandards - wieder zu den Übungen kommen. Vielerorts wurde von den Jugendfeuerwehr-Betreuern geschildert, dass die Kinder und Jugendliche sich teilweise andere Hobbies suchen würden, die bereits seit Wochen wieder möglich waren. Das gefährdet mittelfristig die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, da die eigene Jugendarbeit die Hauptgrundlage für den Nachwuchs darstellt. Und die Einsatzbereitschaft der örtlichen öffentlichen Feuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr, ist essentiell für die Sicherheit und damit das Gemeinwohl.

Vereinsaktiväten der Feuerwehr wie Jubiläen, Ausflüge und Feste sind in diesem Jahr - wie bei anderen Vereinen - allerorts gestrichen worden.

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