Aktuelle Termine

Letzte Einsätze

BE - Brandeinsatz
19.09.2017 um 12:58 Uhr
Steinau-Marjoß (Brückenauer Straße)
Weiter lesen
TH - Technische Hilfeleistung
19.09.2017 um 06:32 Uhr
Salmünster (Bahnhofstraße)
Weiter lesen
BE - Brandeinsatz
10.09.2017 um 16:22 Uhr
Salmünster (Frankfurter Straße)
Weiter lesen
BE - Brandeinsatz
07.09.2017 um 14:08 Uhr
Romsthal (Zum Streufling)
Weiter lesen
VH - Voraushelfer-Einsatz
07.09.2017 um 14:05 Uhr
Bad Soden
Weiter lesen

Besucher

Heute 125

Gestern 207

Monat 5803

Insgesamt 594154

Benutzerverwaltung

Trger_des_Deutschen_Nationalpreises_2013

 

Logo_KatWarn

 

Blitz_001

Achtung_Buerger-InfosWas tun bei einem Gewitter?

Gewitter gehören sicherlich zu den faszinierenden Wetterszenarien. Manche beobachten diese gerne, zählen die Zeit zwischen Blitz und Donner. Manch anderer fürchtet sich vor dieser Naturgewalt. Blitzeinschläge können Brände verursachen und sind lebensgefährlich. Ein paar Hintergründe zu Gewittern und wie Sie sich schützen können, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Achtung: Aktuell Unwetterwarnungen (Schwere Gewitter, Starkregen, Hagel) seit Ende Mai - Bitte beachten Sie die jeweils aktuellen Unwetterwarnungen. Deutscher Wetterdienst: www.dwd.de

Für aktuelle Warnungen auf Ihr Smartphone nutzen sie bitte auch das KATWARN-SYSTEM: www.katwarn.de.

Was ist ein Gewitter?

Meteorologisch definiert ist ein Gewitter eine Erscheinung mit elektrischer Entladung und Donner. Dazu ist eine instabile Wetterlage (potentielle Instabilität / Labilität) nötig sowie ein Auslöser, z.B. Sonneneinstrahlung im Sommer oder eine warme Wasseroberfläche (im Herbst und Winter).

Wie erkenne ich, dass ein Gewitter aufzieht?

Ein Gewitter entwickelt sich oftmals mit hoch aufgetürmten Wolken (Cumulonimbus). Schauer und Wind können dem Gewitter vorausgehen. Bei Gewittern kommt es häufig zu Starkregen, Graupel/Hagel oder auch zu heftigen Böen.

Wo kann ich mich informieren?

Unwetterwarnung_2010_12_16

Beachten Sie bitte die Wettervorhersagen und aktuelle Unwetterwarnungen im Rundfunk, in Zeitungen und im Internet.

Der Deutsche Wetterdienst pflegt rund um die Uhr aktuell eine Warnkarte, auf der Sie erkennen können, ob es im Main-Kinzig-Kreis eine Gefährdungslage/Unwetterwarnung gibt. Diese Karte ist auch auf der Startseite von www.feuerwehr-bss.de aktuell zu sehen und verlinkt. Anhand einer Farbskala können Sie erkennen, ob eine Wetterwarnung vorliegt:

       blau – keine Gefahr                                              

       gelb – Wetterwarnung                                         

       orange – Warnung vor markantem Wetter      

      rot – Unwetterwarnung                               

        lila – Warnung vor extremem Unwetter          

Wann wird es gefährlich?

Gefährlich wird es, wenn das Gewitter bereits in unmittelbarer Nähe ist. Ab einem Kilometer Entfernung sollte man dringend Schutz suchen.

Wie erkenne ich, wie weit ein Gewitter entfernt ist?

Ganz einfach: Zählen Sie den Zeitabstand zwischen Blitz und Donner. Hören Sie den Donner drei Sekunden später als Sie den Blitz gesehen haben, ist das Gewitter etwa einen Kilometer entfernt. Warum? Der Schall ist langsamer als die Lichtgeschwindigkeit: 343 Meter schafft der Schall in einer Sekunde. In drei Sekunden sind das 1029 Meter, also rund einen Kilometer. 

Gezählte Sekunden zwischen Blitz und Donner durch 3 teilen -> Entfernung in Kilometern.

Beispiel: Zwischen Blitz und Donner liegen 12 Sekunden -> Das Gewitter ist etwa 4 Kilometer entfernt.

Aber Achtung: Eine Gewitterfront besteht nicht aus einem Punkt, aus dem der Blitz kommt, sondern es ist ein Wolkengebiet, so dass an verschiedenen Stellen zur Entladung kommen kann (d.h. während Sie noch zählen, kann es neben Ihnen einschlagen.). Oder das Gewitter zieht vorbei oder endet, bevor es Sie erreicht.

Wie kann ich mich schützen?

In der Natur

  • Nicht auf Hügel oder hohen Plätzen
  • Allein stehende Bäume meiden (alle hohen Bäume sind bei einem Gewitter akut blitzschlaggefährdet).
  • kleine Holzhüttchen/Unterstände bieten keinen Schutz, wenn sie keinen Blitzableiter haben --> Bericht aus Nordhessen
  • Gegenstände aus Metall (Regenschirme etc.) nicht am Körper tragen oder anfassen.
  • Metallmasten, Hochspannungsanlagen etc. meiden
  • Nicht im Wasser aufhalten
  • Ohne Schutz in freier Ebene und auf Ebenen: Nie hinlegen oder breitbeinig stehen. Hinkauern, Kopf einziehen.

Im Wald

Im Wald besteht die Gefahr, dass man – insbesondere bei begleitendem Sturm – von herabstürzenden Ästen getroffen wird. Bei Windbruchgefahr gilt generell: Laubbäume und junge, biegsame Bäume halten Stürme besser aus als Nadelbäume und alte Bäume und Flachwurzler.

„Buchen sollst du suchen, vor Eichen sollst zu weichen.“ – Dieser Spruch stimmt so nicht. Die Baumart spielt hier für den Blitzeinschlag keine Rolle. Lediglich: Eichen stehen öfter allein und Buchen in großen Gruppen in Wäldern. Eine alleinstehende Buche wäre also ebenfalls höchst gefährdet.

Camping / Zelten

  • Keine Hügel, Ränder von Gewässern, nicht am Waldrand oder unter einzeln stehenden Bäumen (s. oben)
  • Untergrund isoliert (trockene Unterlage), Abstand von metallenen Zeltstangen und Zeltwände nicht berühren

Schutz in Autos

Hier ist man relativ sicher, da das Auto eine Metallkarosserie hat, die als Faradayscher Käfig ableitend wirkt. Fährt man während eines Gewitters und kann die Fahrt nicht unterbrochen werden -> Geschwindigkeit deutlich reduzieren (bei Blitzeinschlag könnten die Reifen beschädigt werden). Achtung: Bei gleichzeitigem Sturm kann es auch im Auto gefährlich sein.

Schutz zuhause

Zuhause sind Sie auch relativ sicher und sie können bei einem Blitzeinschlag in Ihrem Haus sofort Hilfe alarmieren. Zum Schutz ihrer elektrischen Anlagen sollten Sie nicht Fernsehen oder am Computer arbeiten, sondern alle Geräte ausschalten und vom Netz nehmen (Stecker raus etc.).

Bitte informieren Sie sich auch im entsprechenden Fachhandel, welchen Blitz- und Überspannungsschutz für Haus (z.B. Blitzableiter), ihre Wohnung und ihre elektrischen Geräte möglich und ratsam sind.

Hat es bei Ihnen im Haus eingeschlagen und brennt es oder merken Sie Brand- oder Schmorgeruch, zögern Sie nicht, die Feuerwehr zu alarmieren. Wir kontrollieren gegebenenfalls mit einer Wärmebildkamera, ob es irgendwo versteckte Glutnester gibt, die unter Umständen viele Stunden später zu einem Brand führen können.

Weitere Informationen: Deutscher Wetterdienst (www.dwd.de)

Ihre Feuerwehr Bad Soden-Salmünster

Autor:

Frank L. Seidl (Feuerwehr Ahl / Salmünster)
Brandmeister

Erstellt: 04.07.2011

Veröffentlicht auf Startseite:  24.05.-26.06.2016, 05.-10.07.2015, 12.-15.06.2015, 12.-14.05.2015, 14.01.2015, 20.-28.07.2014, 09.-11.06.2014, 22.-23.05.2014, 11.-13.05.2014, 24.07.-29.07.2013, 18.-23.06.2013, 05.-06.07.2012, 2011