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Achtung_Buerger-InfosGefährliche Chemikalien im Haushalt


„Gefährliche Chemie in meinem Haushalt?! Kann ich mir nicht vorstellen!“ – Dann helfen wir Ihnen. ;-) Sie würden sich wundern, mit wie vielen gefährlichen Stoffen wir jeden Tag allein im Haushalt in Berührung kommen … Beispiel gefällig? 
->  Ätzende und reizende Stoffe wie WC-Reiniger, Spülmaschinen-Tabs oder einfach nur der Entkalker für die Kaffeemaschine. Kaum eine Person liest die Sicherheitsanweisungen auf den Verkaufsverpackungen, aber wissen Sie mit welchen eventuellen Gefahren Sie sich umgeben? – Lesen Sie zumindest hier mal kurz rein, schadet nichts. Und wie immer gilt: Keine Panik, nur Aufmerksamkeit und Vorsicht sind geboten.

Bestimmte Rohrreiniger („Rohrfrei“ und wie sie alle heißen) enthalten Natriumhydroxid, eine hochgradig ätzende Verbindung, die bei Berührung mit Haut, Schleimhäuten und Augen schwere Verätzungen verursacht, ja sogar zu Erblindung führen kann. Eigentlich gilt sich beim Umgang mit diesen „Agenzien“ zu schützen.

Gesundheitsschädliche, giftige oder sehr giftige Stoffe: Wußten Sie, dass Sie in vielen Haushalten ein „Totenkopf“ anlächelt? Das Gefahrenzeichen für giftige oder sogar sehr giftige Gefahrstoffe. Schon die geringfügige Aufnahme über die Haut, Atmung oder den Magen-Darm-Trakt dieser Stoffe kann zu ernsten Gesundheitsgefährdungen oder im schlimmsten Falle zum Tod führen.

Beispiele hierfür wären bestimmte Schädlingsbekämpfungsmittel, welche teilweise extrem giftig sind, wie Phosphine und ähnliche Verbindungen. Aber auch Abbeizmittel wie Nitroersatz entwickeln Dämpfe, die in gewisser Konzentration sehr schädlich auf Lunge und Nervensystem wirken.

Feuergefährliche Stoffe: Das sind die zahlenmäßig am häufigsten Gefahrstoffgruppen in Haushalten. Fast jeder kommt damit jeden Tag in Kontakt, sei es bei der morgendlichen Körperpflege in Deos oder Haarspray, bei der Hausarbeit in Reinigungsmitteln wie Backofensprays oder dem Waschbenzin. Gefahrensituationen entstehen oft aus Unaufmerksamkeit: Die brennende Zigarette morgens im Bad oder die heiße Herdplatte in der Küche. Feuergefährliche Stoffe sind teilweise so empfindlich, dass diese Möglichkeiten ausreichen, um sie zu entzünden oder - noch schlimmer - zu einer Verpuffung zu führen.

Besondere Gefahren gehen aber auch von den Sauerstoffträgern oder Peroxiden aus, die in Reinigungs- oder Schwimmbadchemikalien eingesetzt werden. Eigentlich schwerentzündliche Stoffe wie Wolle können nach Kontakt mit diesen Stoffen brennen wie Zunder oder normal entzündlich Stoffe wie Diesel verhalten sich nach Kontakt wie Sprengstoffe.

 

Sicherheitmaßnahmen im Umgang mit solchen Stoffen:

 

  • Tragen Sie entsprechende Schutzausrüstung, wie Schutzbrillen, Handschuhe oder bestimmte Körperschutzkleidung
  •  Setzten Sie sich nicht den Gefahrstoffen aus
  • Essen, Trinken und Rauchen Sie nicht, wenn Sie mit Gefahrstoffen zu tun haben
  • Lesen Sie die Produktbeschreibung sorgfältig durch
  • Nach dem Umgang mit Gefahrstoffen, Arbeitsmittel sorgfältig reinigen
  • Hygiene beachten, nach dem Umgang unbedingt Hände waschen
  • Mischen Sie nicht verschiedene Arbeitsstoffe / Chemikalien, da sonst die Gefahr wächst, dass noch gefährlicher Verbindungen entstehen

 

 

Ihre Feuerwehr

 

Autor:

Marc Peichl (Feuerwehr Ahl)
Oberlöschmeister

23.06.2011

Veröffentlicht auf Startseite: 23.04.-07.05.2013, 17.-18.11.2012, 02.-05.05.2012