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Pressedienst_FF_BSSPresse-Mitteilung / Bürger-Information vom 03.05.2014

Feuerwehrkurs für Kinder und Jugendliche in Ahl erfolgreich

10 Teilnehmer aus Ahl und Alsberg – großes Interesse an Jugendfeuerwehr

 

Feuerwehrkurs_JF_2014-001Für Samstag, 3. Mai 2014 lud die Feuerwehr Ahl Kinder und Jugendliche zu einem Feuerwehrkurs ein. Ziel war die Brandschutzerziehung und die Information über die (Jugend)Feuerwehr. Insbesondere sollte der Tag aber auch zum Mitmachen in der Jugendfeuerwehr animieren, denn die Jugendfeuerwehr Ahl hat nur noch ein Mitglied.

Der Tag war erfolgreich, die Kinder und Jugendlichen waren mit Eifer und Spaß dabei und die ersten haben sich bereits angemeldet: „Also mich seht ihr wieder!“, war die entschlossene Antwort eines 10-jährigen aus Ahl auf die Frage nach dem knapp vierstündigen Programm, ob es ihm gefallen habe.

Fotogalerie Feuerwehrkurs für Kinder und Jugendliche in Ahl

 

Pressespiegel:

Kreisjugendfeuerwehr Main-Kinzig vom 04.05.2014

Osthessen-News vom 05.05.2014

Vorsprung-online vom 04.05.2014

Die Rückmeldungen nach der Einladung waren zunächst noch verhalten. Nur zwei Anmeldungen gab es anfangs, alle 14 Ahler Kinder und Jugendliche zwischen neun und 14 Jahren hatte die Feuerwehr Ahl persönlich eingeladen. „Uns war von Anfang an klar: Wir ziehen das auf jeden Fall durch, auch wenn nur einer kommt.“, war der stellvertretende Jugendfeuerwehrwart Frank L. Seidl überzeugt. Seidl hatte den Feuerwehrkurs initiiert, das Konzept erstellt und geleitet. Die Feuerwehrmänner aus Ahl zogen mit und halfen bei der Organisation, übernahmen Workshops. Unterstützung kam auch aus der Jugendfeuerwehr Ulmbach. Jugendfeuerwehrwart Markus Leibold,. Betreuer Thorsten Klug (auch in der Feuerwehr Ahl) sowie Anne Leibold und Elena Frischkorn boten zwei Workshops an.

 

Zusammenarbeit mit Alsberg

Eingeladen waren auch die Kinder und Jugendlichen der Alsberger Bambini-Feuerwehr. Schon im Januar beim Weihnachtsbaumeinsammeln kam die Idee der Zusammenarbeit mit der Ahler Jugendfeuerwehr, denen Mitglieder fehlen. In Alsberg sind bereits einige Bambinis im Jugendfeuerwehr-Alter, also bereits 10 Jahre oder älter, aber für die Gründung einer eigenen Jugendfeuerwehr ist es noch nicht genug. So stellte Stadtjugendfeuerwehrwart Frank Seidl den Kontakt her. Allein aus Alsberg nahmen sechs Interessierte am Feuerwehrtag in Ahl teil, die der Alsberger Wehrführer Christian Müller persönlich brachte. Auch die Fortsetzung der bewährten Zusammenarbeit mit der Jugendfeuerwehr Bad Soden ist ein Thema.

 

Schon vor dem offiziellen Beginn standen am Samstagnachmittag Jugendfeuerwehrwart Christian Hummel, Stellvertreter Frank Seidl und Betreuer Marius Weber für die Kinder und Jugendlichen bereit. Hier gab es zum „Willkommen“ Namensschildchen, die Einkleidung in Jugendfeuerwehr-Schutzkleidung, Fotos im Feuerwehrauto und Fahrzeugkunde mit den beiden Ahler Feuerwehrfahrzeugen, bevor es in zwei Kleingruppen in die Workshops ging.

 

Mit Spaß viel gelernt in den Workshops

In den sieben Workshops ging es darum, den Kindern und Jugendlichen aus Alsberg und Ahl wichtige Informationen für Brandschutz und Notfälle zu vermitteln. Und natürlich durfte auch der Spaß daran nicht fehlen und so gab es viele spielerische Elemente, „da die Inhalte dann besser hängen bleiben“, waren die Veranstalter überzeugt. In den Kleingruppen wurden die verschiedenen Stationen durchlaufen, so gab es für jeden immer ein aktives Tun und nie nur ein langweiliges Zuschauen.

Mit einem Telefon – verbunden zur „Leitstelle Main-Kinzig“ (im Nebenraum mit den „Einsatzsachbearbeiterinnen“ Anne und Elena) – konnten die Kinder aus bestimmten Notfallsituationen lernen, wie sie richtig den Notruf 112 ausführen. Im Einsatz kommt es für die Feuerwehrleute darauf an, ganz schnell die Einsatzkleidung anzulegen. Darum ging es im nächsten Workshop. Reihum wurde gewürfelt. Bei einer „6“ riefen alle „Einsatz, Einsatz“ und derjenige musste zur Umkleide, Jacke, Helm und Handschuhe anziehen und sich solange mit Messer und Gabel an einer mehrfach verpackten Großtafel Schokolade zu schaffen machen, bis der nächste eine „6“ gewürfelt hatte und fertig angezogen übernahm.

Im Erste Hilfe-Workshop ging es um die richtigen ersten Maßnahmen, wenn sie eine verletzte Person sehen: Ansprechen, ob der Mensch noch bei Bewusstsein ist, Atmung und Puls kontrollieren. Das lernten sie, bevor es im Workshop „Schlauchkunde“ nicht nur um die Kenntnis über die verschiedenen Schlauchgrößen und die Einsatzart ging, sondern auch um das richtige Zielen: Mit einem C-Schlauch mussten die Teilnehmer versuchen, gefüllte Wasserflaschen umzukegeln. Feurig wurde es bei einem Brandhausmodell aus Plexiglas. Hier erklärten die Feuerwehrmänner, wo Brandgefahren sind, wie Brände entstehen und was man beim Löschen beachten muss. Brennendes Fett und Öl in der Küche dürfen niemals mit Wasser abgelöscht werden, da diese zu einer Fettexplosion führt, die eine enorme Stichflamme erzeugt. Eine ähnliche Wirkung hat es, wenn Staub, z.B. in einer Bäckerei (Mehl) oder Schreinerei (Sägemehl), an eine Zündquelle kommt und sich schlagartig entzündet. Das führten die Ulmbacher Feuerwehrleute am Modell vor. Im Haus waren Kerzen aufgestellt und ein Schälchen Sägemehl. Per Schlauch konnte jeder hineinpusten, das Sägemehl aufwirbeln und bestaunen, welche Stichflamme es da gab. Es flog sogar die eingebaute Tür auf und eine Stickflamme drang raus.

Um das richtige Löschen und Zielen ging es bei der Kübelspritze, einem manuellem Kleinlöschgerät. Tischtennisbälle mussten hier von Verkehrsleitkegeln gespritzt werden.

Schließlich durften die Kinder noch einen Knoten lernen: Per Mastwurf wurde eine volle, offene Flasche Wasser eingebunden und von zwei Seiten an der Leine im Gleichgewicht gehalten, musste ein Schnurlabyrinth ohne großen Wasserverlust überwunden werden. Hier kam es auch auf die Koordination und die verlässliche Zusammenarbeit in einem Trupp an.

 

Abschluss“einsatz“ war das Highlight

Alle waren am Ende der Workshops im Gemeinschaftsraum zur Trinkpause und zum vermeintlichen Abschluss. Die Schutzkleidung war mehr oder weniger ordentlich in der Fahrzeughalle beiseite gelegt, Christian Hummel fragte, wie ihnen der Tag gefallen hat. Da ertönte plötzlich die Sirene (aus dem ominösen Nachbarraum) und eine Durchsage: „Achtung, Achtung, Einsatz für die Jugendfeuerwehr Ahl, Wohnhausbrand, Menschenleben in Gefahr …“ – Mit großen Augen rannten die Einsatzkräfte und Jugendlichen zu ihren Umkleiden und sammelten sich vor der Halle zur Mannschaftsaufteilung. Zügig (aber ohne Blaulicht) ging es ausgerüstet mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug und dem Mannschaftstransportwagen durch das Dorf bis hin zum Ziel, dem alten Schulhof am Bürgerhaus. Dort wurde auch das Blaulicht zur Absicherung eingeschaltet. Auf dem verlängerten Auweg war ein brennendes Haus – die liebevoll gestaltete Holzfassade des Alsberger Jubiläums von letztem Jahr, davor eine Puppe. Nach der Erkundung wurden die Einsatzbefehle erteilt: zwei Trupps gingen zunächst mit Erste-Hilfe-Rucksack und Trage zur Menschenrettung vor das „Gebäude“, die anderen bauten die Schlauchleitung auf. Mit allen Kräften abwechselnd wurde dann aus zwei Rohren der Brand bekämpft. Das dauerte einige Minuten, da die Flammen immer wieder aufloderten, sprich die Fallklappen im Haus wurden plötzlich wieder aufgestellt, damit alle dran kamen. Das war ein riesiger Spaß für die Teilnehmenden und sicherlich der Höhepunkt des Tages.

 

Die Jugendfeuerwehren nehmen noch Mitglieder auf – Mitgliedschaft kostenfrei

Nach dem gemeinsamen Essen, das Marion Dietrich vorbereitet hatte und das reißenden Absatz hatte, stand das Ende des Kurstages an: Da alle mit Engagement und Freude dabei waren und etwas gelernt hatten, konnte die Feuerwehr mit Urkunden die erfolgreiche Teilnahme am Feuerwehrkurs bestätigen und neun Kinder und Jugendliche zu „Jugendfeuerwehrmann-Anwärtern“ ernennen, einer bekam keine Ernennung: Louis Lerch ist bereits seit Jahren bei der Jugendfeuerwehr Ahl und hat bereits die Leistungsspange erworben.

Alle bekamen noch einen Gutschein für die Teilnahme am Florianstag der Jugendfeuerwehren des Unterverbandes Schlüchtern, der kommenden Samstag, 10. Mai im Huttengrund stattfindet. Anlass ist das Jubiläumsjahr der Jugendfeuerwehr Huttengrund, die 2014 50 Jahre besteht.

Eingeladen wurden auch alle, die bereits 10 Jahre alt sind, der Jugendfeuerwehr beizutreten. Alle Jugendfeuerwehren im Stadtgebiet nehmen noch gerne neue Mitglieder auf: Ob in Ahl, Alsberg, Bad Soden, Katholisch-Willenroth, Kerbersdorf, Huttengrund, Mernes oder Salmünster. Die Mitgliedschaft ist kostenfrei und die Jugendfeuerwehr-Schutzkleidung wird von der Stadt gestellt.

 

Dank an alle Helfer

So ging ein sehr aktiver und lebendiger Feuerwehrkurs zu Ende. Ein Modell, so der Stadtjugendfeuerwehrwart, dass nach diesem Pilotprojekt so oder ähnlich auch in anderen Stadtteilen stattfinden kann. „Mir kommt es dabei darauf an, dass die Jugendfeuerwehren aus Bad Soden-Salmünster dabei zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen: mit Material, Personal und Erfahrung, denn letztlich sind wir eine Jugendfeuerwehr mit dem gemeinsamen Ziel, eine starke Jugendabteilung für die Zukunft unserer Feuerwehr bereitzustellen.“

Den Feuerwehrkurs für Kinder und Jugendliche am 3. Mai in Ahl führten aus der Feuerwehr Ahl durch: Marion Dietrich (Küche), Christian Hummel, Marius Weber, Matthias Hummel, Thorsten Klug, Norbert Wiederspahn und Alexander Amberg sowie aus der Feuerwehr Salmünster Jan Seifert. Ein Danke galt auch nochmals den Ulmbachern für die tolle Unterstützung.

Die Teilnehmerinnen waren: Julian Schmitt, Lukas Krack, Laurenz Zeller und Louis Lerch aus Ahl sowie Nico Pietsch, Felix Döppenschmitt, Jack Muir, Elias, Robin und Philipp Pfahls.

Herzliche Grüße und einen guten Verlauf wünschten Kreisjugendfeuerwehrwart Volker Schulz, Stellvertreter Thomas Junk sowie Stadtbrandinspektor Oliver Lüdde.

 

Banner der Jugendfeuerwehr Main-Kinzig erstmals im Einsatz

Bei der Aktion waren auch die neuen Werbemittel der Kreisjugendfeuerwehr Main-Kinzig im Einsatz. Vier Banner, die erst vor Tagen ausgeliefert wurden, wurden nun beim Feuerwehrtag in Ahl zum ersten Mal ausgehängt und fanden guten Anklang. Zur Verfügung gestellt wurden die Werbemittel von Patrick Reichel, Fachgebietsleiter Öffentlichkeitsarbeit der Kreisjugendfeuerwehr Main-Kinzig.

 

Mehr Informationen zur (Jugend)Feuerwehr unter www.feuerwehr-bss.de und www.jf-mkk.de.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

 

Frank L. Seidl

Stv. Jugendfeuerwehrwart Ahl

Pressesprecher & Stadtjugendfeuerwehrwart

Feuerwehr Bad Soden-Salmünster

 

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