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Pressedienst_FF_BSSPresse-Mitteilung / Bürger-Information vom 16.11.2012

 

Mitglieder der Jugendfeuerwehren durchschritten tapfer Spessartwald bei ihrer Nachtwanderung

Gemeinsame Nachtwanderung der Jugendfeuerwehren aus Bad Soden-Salmünster

JF-Nachtwanderung_2012-001Bei der gemeinsamen Nachtwanderung der Jugendfeuerwehren der Stadt Bad Soden-Salmünster gingen am Freitag, 16. November 2012 etwa 50 Kinder und Jugendliche durch den Spessartwald an den Hirschbornteichen. Vorbereitet wurde die Nachtwanderung von Marius Weber aus Ahl, der mehrere "Erschrecker" im Wald postieren konnte. Die Kinder und Jugendlichen hatten einige "Gruselmomente", spürten jedoch auch deutlich, dass sie in der Gemeinschaft - auch stadtteilübergreifend - keine Angst haben müssen und sich sicher fühlen können. Und sie merkten auch, dass sie zusammen eine ganze Menge Spaß haben können.

Mit dabei waren die Jugendfeuerwehren aus Ahl, Bad Soden, Kerbersdorf, Huttengrund, Mernes und Salmünster mit den Jugendfeuerwehrwarten, Stellvertretern und Betreuern.

Nach der Begrüßung durch den Stv. Stadtjugendfeuerwehrwartes Frank Seidl und in Beisein von Stadtjugendfeuerwehrwart Manfred Möller ging es auch schon in die Gruppeneinteilung. Um jugendfeuerwehr-übergreifend in Kommunikation zu kommen, mussten sich die Teilnehmer/innen in einer Reihe zunächst nach der Länge ihres Ortsteils (von 3 bis 11 Buchstaben, Katholisch-Willenroth mit 20/21 war leider nicht dabei) aufstellen, dann nach Schuhgröße (von 35 bis 48!), schließlich nach Alter. Das sorgte schon mal für Bewegung und Gesprächsstoff unter den JF-Mitgliedern.

In drei nach Alter getrennten Gruppen wurden die Kinder und Jugendliche (mit ihren Betreuern) zunächst an den "Drei Weihern" bei Hausen "ausgesetzt". Mittels Markierungen und eng aneinander gruppiert gingen die mutigen an den Weihern entlang zu einer mit Kerzen und einer Art "Altar" gestalteten Stelle. Selbst bis dahin genügten schon Kleinigkeiten - wie Betreuer, die "wegknicken" oder scheinbar von einem wilden Tier erfasst sind -, um die Stimmbänder und die Trommelfelle aufgrund der schrillen Schreckensschreie zu strapazieren. Marius Weber gab dann zwischen den Weihern in unheimlicher Atmosphäre die Einführung: Einst seien hier Menschen in drei Opferkreisen, den heutigen Weihern, in der Zeit um Halloween zu Tode gefoltert worden. Diese erstehen in bestimmten Konstellationen wieder auf und rächen sich an jenen Menschen, die es wagen, die Ruhe zu stören. Nur eines kann sie abhalten, anzugreifen: Die Menschen müssen zusammenhalten und als Gruppe zusammenstehen. Das was ihnen damals fehlte: Solidarität und Zusammenhalt.

So löste das jede Gruppe unterschiedlich: Mit Mut machenden Sprüchen bei den Jüngsten oder gemeinsames Singen bei den Ältesten. Gemeinsam war nur eines: Die Betreuer wurden umringt wie sonst nie.

Nach einer Stunde Fußmarsch mit einigen Schreckmomenten, einer um Hilfe schreienden Frau im Wald, lauten Geräuschen und tiefem Grollen, kamen alle drei Gruppen vollzählig und glücklich wieder im Salmünsterer Feuerwehrhaus an. Dort warteten Getränke, Würstchen und die "noch schrecklicheren und mutigeren" Erlebnisse der jeweils anderen Gruppen. 

Die Jugendfeuerwehren aus Bad Soden-Salmünster möchten nun öfters etwas gemeinsam unternehmen. Den Verantwortlichen ist wichtig, dass die Zusammenarbeit und das Zugehörigkeitsgefühl in der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster gestärkt wird. 

Ein Dank gilt an den Ahler JF-Betreuer Marius Weber mit seinem Erschreckerteam sowie der Feuerwehr Salmünster für die Bewirtung. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

 

Frank L. Seidl

Pressesprecher
Feuerwehr Bad Soden-Salmünster