Am Mitwoch, 4. Dezember 2024 fand im Feuerwehrhaus Bad Soden ein Unterrichtsabend zur Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte (PSNV-E) statt. Kamerad Stefan Heinle (Feuerwehr Salmünster) stellte die "PSNV-E", also die Unterstützung von Einsatzkräften nach belastenden Einsätzen, vor.
Mitgebracht hatte er ein Powerpointpräsentation und viele passende Informationen. Stefan Heinle ist einer von vier Kameraden/innen, die hier in der Stadt als eigenständige Gruppe agieren. Erreichbar sind sie per Mail:
Im Team PSNV-E der FF BSS sind Stefan Heinle (Salmünster), Stephanie Felber (Salmünster), Alexander Baumgardt (Bad Soden) und Melanie Hagenbach (Kerbersdorf).
Wichtig sind dem Team Prävention, Einsatzbegleitung und Einsatznachsorge. Hierzu führte er in die Tiefe in seinem Vortrag ein. Weiterhin ging er auf Historisches und Hintergründe zur Entstehung von „PSNV“ ein.
Hier aber mal die „fachliche“ Erklärung für „PSNV-E“:
Es umfasst alle psychosozialen Akuthilfen, die Einsatzkräfte (daher der Buchstabe E) nach oder während eines psychisch belastenden Ereignisses (Einsatz) erfahren und somit über Stunden bzw. Tage hinweg vom Teammitglied unterstützt werden.
Dieses Thema wird auch in der Ausbildung auf Kreis-(Truppmann, Truppführer) und Landesebene (Gruppenführer aufwärts) in Unterrichtseinheiten behandelt und vertieft.
Kamerad Stefan Heinle zeigte die Hauptursachen bei betroffenen Einsatzkräften in Form von Stress (Mikro- und Makrostress) auf.
Die Folgen sind vegetative und mentale Reaktionen. Die Möglichkeiten des eigenen „PSNV“- Teams sind Unterstützung in psychischer erste Hilfe, Förderung der Sicherheit, Beruhigung und Orientierung, Vermittlung von Perspektiven und sozialer Kontakt.
Insgesamt ein wichtiges Thema, das nicht zu unterschätzen ist. Erkennen Führungskräfte Bedarf für Einsatzkräfte, sollte Rücksprache bzw. Alarmierung der städtischen Gruppe „PSNV-E“ erfolgen.
Wichtige Botschaft: Reden hilft!
Bericht und Fotos: Markus Koch (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster, herzlichen Dank)










