Die Feuerwehren Ahl und Bad Soden führten am Mittwochabend, 7. Mai 2025 gemeinsam mit etwa 20 Einsatzkräften an der „Knappschaftsklinik“ in Bad Soden eine Objekt- und Räumungsübung durch.
Ein Zimmerbrand wurde in dem großen und weitläufigen Objekt angenommen. Vorbildlich versammelten sich die Patienten nach dem Auslösen des Alarms am Sammelpunkt.
Die Alarmierung erfolgte um 18:27 Uhr und nach wenige Minuten später waren die ersten Einsatzkräfte an der Brandmeldezentrale des Gebäudes. Hier war erkennbar, das ein Rauchmelder im Gebäude „B“ (im 4. Obergeschoss) ausgelöst hatte. Ebenso machte sich eine Person am dortigen Balkon bemerkbar. Die Drehleiter wurde dazu im Innenhof stationiert und die Person wurde gerettet. Parallel unternahmen die Löschfahrzeuge von Bad Soden (Löschgruppenfahrzeug) und Ahl (Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser) einen Löschangriff über eine Wendeltreppe ins 4. Obergeschoss. Weite Wege galt es dabei zurückzulegen. Hier wurde dann der angenommene „Zimmerbrand“ gelöscht sowie eine „Übungspuppe“ erfolgreich gerettet. Um 19:10 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.
In der Nachbesprechung bedankte sich Klinikleiter Enrico Teynil bei der Feuerwehr für die Übung. Man wolle weiter regelmäßig eine gute Zusammenarbeit mit der örtlichen Feuerwehr. Seine Mitarbeiter/innen hatten nach 6 Minuten den betroffenen Klinikbereich erfolgreich geräumt. Die üblicherweise voll belegte Klinik war mit rund 160 Patienten am und um den Sammelplatz und schaute den Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr zu.
Übungsleiter von der Feuerwehr Bad Soden war André Siemon. Übungsbeobachter war der Stadtbrandinspektor Jens Bannert. André Siemon hatte die Übung in enger Abstimmung mit Wehrführer Andreas Salomon und Stadtbrandinspektor Jens Bannert und mit der Hausleitung abgestimmt.
An der "Einsatzstelle" waren die Feuerwehr Bad Soden mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 20/16) und der Drehleiter (DLK 23/12) sowie die Feuerwehr Ahl mit dem Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser (TSF-W). Außerdem war der Kommandowagen (KdoW) der Gesamtstadt aus Salmünster angerückt.
Besonders in Objekten mit vielen Menschen, die teilweise eingeschränkt sind oder Hilfe benötigen, ist das regelmäßige Üben von Räumungen und den weiteren Maßnahmen sinnvoll für alle Seiten. Die Bewohner, Besucher und Mitarbeitenden bekommen - in möglichst unaufgeregter Atmosphäre - die richtigen Abläufe und Fluchtwege mit und können im Ernstfall ruhig agieren. Die Objektverantwortlichen sehen bei der Räumung, was organisatorisch, baulich und personell bereits gut läuft und wo es Verbesserungspotential gibt. Und die Feuerwehr bekommt ebenfalls einen werkvollen Einblick in die Abläufe, die Gebäude-, Raum- und Geländesituation, kann direkt am und im Objekt üben und die Einsatzkräfte bekommen Ortskunde bei "Klarsicht" und in Ruhe und dennoch in Übungsmodus. So haben also alle Seiten etwas von solch einer Übung.
Übrigens anders als bei der am selben Tag begonnenen Konklave im Vatikan stieg bei der Übung kein schwarzer Rauch auf.
Bericht und Fotos (in Kürze): Markus Koch (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster, herzlichen Dank)










