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FF BSS Volkstauertag Gesamtstadt Salmünster 2025 007Am Sonntagmittag, 16. November 2025 wurde um 11:45 Uhr im Generationentreff Salmünster der Volkstrauertag 2025 unter Leitung des Bürgermeisters Dominik Brasch gesamtstädtisch begangen. Unter der Begleitung des Musikvereins Cäcilia Bad Soden gab es mehrere Wortbeiträge während der Gedenkveranstaltung.

Nach der Ansprache des Bürgermeisters (s. unten), sprachen der 1. Vorsitzende des Generationentreff Salmünster, Tim Schneider, Friedhelm Buse vom Sozialverband VdK OV Bad Soden-Salmünster und im Abschlussepilog Heike Pfudel-Schwarz stellvertretend für die Ortsbeiräte. Pfarrer Michael Sippel leitete die Gebete an. Nach dem Vaterunser und folgte die Nationalhymne.

Die Abordnungen der Feuerwehren aus Bad Soden und Salmünster nahmen die Kränze zum Niederlegen an den Kriegerdenkmälern am Blauen Platz in Bad Soden gemeinsam mit dem Schützenverein Bad Soden und dem Friedhof in Salmünster mit. Mit VdK-Vorsitzenden Buse und Bürgermeister Dominik Brasch wurden zwei Kränze in Salmünster niedergelegt.  

Hier die Rede zum Volkstrauertag 2025 von Herrn Bürgermeister Dominik Brasch im Wortlaut zum Nachlesen:

"Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wir stehen heute an einem Tag, der uns als Gesellschaft sammelt – ein Tag, der die Stille zum Bestandteil des Gedenkens macht und uns die Verantwortung der Gegenwart vor Augen führt.

Der Volkstrauertag ist ein Tag der Erinnerung, aber eben auch ein Tag der Orientierung. Denn Erinnerung, das wissen wir aus unserer Geschichte, ist eine aktive Handlung.

Dieses Erinnern ist nicht rückwärtsgewandt – es ist der notwendige Kompass, der uns hilft, die Herausforderungen unserer Zeit einzuordnen.

Ich danke daher ausdrücklich allen, die aktiv diesen Volkstrauertag mit gestalten und das aktive Erinnern ermöglichen. Dem VdK Ortsverband BSS (Friedhelm), unseren Vereinen – insbesondere dem MV Cäcilia Bad Soden, den politischen Gremien – heute ganz besonders den Ortsbeiräten (Stellv. Heike Pfudel), unserem Pfarrer Michael Sippel sowie unseren Kameraden der Feuerwehr.

Der Ursprung des heutigen Gedenkens liegt inzwischen über ein Jahrhundert zurück. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Volkstrauertag eingeführt, um die gefallenen Soldaten zu würdigen, um Trauer einen Ausdruck zu geben in einer Gesellschaft, die Millionen Tote zu beklagen hatte. Doch das Gedenken hat sich weiterentwickelt – so wie sich unser Land weiterentwickelt hat. Der Volkstrauertag wurde nach 1945 neu ausgerichtet. Aus nationalem Schmerz wurde eine universelle Verpflichtung. Aus der Erinnerung an die eigenen Toten wurde die Erkenntnis, dass Leid keine Grenzen kennt und dass Menschlichkeit der Maßstab unseres Handelns sein muss.

Heute gedenken wir aller Opfer von Gewalt – der gefallenen Soldaten der beiden Weltkriege, wie auch der getöteten Soldaten der Bundeswehr, die in diesem Jahr seit 70 Jahren für unsere Sicherheit eintritt, genauso auch der zivilen Opfer, der jüdischen Bürgerinnen und Bürger, die Opfer des nationalsozialistischen Terrors wurden, der Menschen, die in Diktaturen verschwanden, und derer, die aufgrund von Ideologien, Religion oder Herkunft verfolgt wurden.

Wir gedenken auch derer, die heute Opfer von Gewalt und Krieg werden.

Unser Bundespräsident sagte: „Erinnern heißt, die Verantwortung für das Morgen anzunehmen.

Und diese Verantwortung ist aktueller als je zuvor. Wenn wir an diesem Volkstrauertag an die Opfer von Gewalt und Krieg denken, kommen wir erneut an einem Ereignis unserer Zeit nicht vorbei: dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ein Krieg, der das Fundament der europäischen Friedensordnung erschüttert hat und dessen Folgen weit über die Landesgrenzen hinausreichen. Es ist ein Krieg, der mit brutaler Klarheit zeigt, wie fragil Frieden ist – und wie schnell vermeintliche Gewissheiten zerbrechen können.

Dieser Krieg ist weit mehr als ein regionaler Konflikt. Er ist ein Angriff auf die Idee Europas selbst. Russland hat mit dem Überfall im Februar 2022 nicht nur das Völkerrecht gebrochen – es hat die Grundprinzipien infrage gestellt, auf denen unsere Nachkriegsordnung beruht: die Unverletzlichkeit von Grenzen, die Souveränität freier Staaten und das Recht von Menschen, in Freiheit und Selbstbestimmung zu leben.

Während wir hier im Frieden zusammenstehen, kämpfen Menschen in der Ukraine um das, was für uns selbstverständlich geworden ist:
• das Recht, ihre Regierung frei zu wählen,
• das Recht, ihre Zukunft selbst zu bestimmen,
• das Recht, ohne Angst vor Bomben und Angriffen zu leben.

Dass dieser Krieg weiterhin tobt, obwohl er längst nicht mehr täglich die Schlagzeilen dominiert, ist eine bittere Wahrheit unserer Zeit. Wir erleben eine gefährliche Normalisierung, ein Abflauen der Aufmerksamkeit, während gleichzeitig die Zerstörung weitergeht, Städte im Osten des Landes zu Ruinen zerfallen, Menschen im Winter ohne Heizung leben, und Familien weiterhin täglich Angehörige verlieren. Die Schmerzgrenze der ukrainischen Bevölkerung wird immer wieder neu getestet.

Besonders berührend war es in dieser Woche die hier lebenden Kinder aus der Ukraine geflohener  Familien zu erleben, wie sie ein Benefizkonzert für die Kinder in ihrem Heimatland gaben - ein Heimatland, was viele von ihnen vielleicht nie wieder sehen werden. Manche auf der Bühne waren so jung, dass sie die Ukraine selbst noch nie gesehen haben.

Die Ukraine ist in diesen Jahren zu einer Art Verteidigungslinie geworden – einer Verteidigungslinie für demokratische Werte. Sie kämpft nicht nur für ihr Land, sondern für die Idee von Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Europa. Diese Werte sind heute gefragter denn je, weil sie massiv unter Druck stehen – nicht nur durch äußere Feinde, sondern auch durch innere Aushöhlung.

Für uns in Deutschland stellt sich nicht die Frage, ob uns dieser Krieg etwas angeht. Die einzig ehrliche Frage lautet: Wie übernehmen wir Verantwortung?

Wir in Europa erleben eine Zeitenwende – nicht als politische Botschaft, sondern als Realität. Wir müssen uns bewusst machen: Wenn ein aggressives Regime bereit ist, einen souveränen Staat anzugreifen, dann sind alle Staaten gefordert, die auf Frieden bauen. Und wenn ein Land für seine Freiheit kämpft, dann ist das ein Auftrag an uns alle, Demokratie nicht als Selbstverständlichkeit zu behandeln.

Der Volkstrauertag erinnert uns daran, dass Frieden niemals garantiert ist. Er ist das Ergebnis von Mut, von politischer Klarheit und von einer gemeinsamen Überzeugung, dass Menschlichkeit Vorrang hat vor Macht und Gewalt.

3. Multilateralsimus

Wenn wir heute am Volkstrauertag auf die Welt blicken, sehen wir nicht nur einen einzelnen Krieg. Wir sehen ein globales Muster der Instabilität – eine Zeit, in der die Grundannahmen unserer internationalen Ordnung ins Wanken geraten. Wir stehen an einem historischen Punkt, an dem die Kräfte, die über Jahrzehnte für Dialog, für Diplomatie, für Regeln und für Frieden standen, unter Druck geraten. Und wir müssen uns dieser Entwicklung stellen, wenn wir verstehen wollen, warum Gedenken heute mehr ist als Erinnerung: Es ist Standortbestimmung.

Unsere Welt erlebt eine Verdichtung von Krisen. Manche sprechen von einer „Polykrise“. Tatsächlich erleben wir gleichzeitig:

  • die Rückkehr militärischer Gewalt als politisches Mittel,
    • den Zerfall internationaler Allianzen und Ordnungsmechanismen,
    • das Erstarken autoritärer Systeme,
    • und die zunehmende Schwäche internationaler Institutionen wie der UN oder OSZE.

Konflikte, die früher isoliert schienen, sind heute global miteinander verflochten. Sie beeinflussen Energieversorgung, wirtschaftliche Stabilität, soziale Sicherheit und letztlich die politische Kultur in unseren eigenen Ländern.

Wir sehen die Eskalation im Nahen Osten – einen Konflikt, der unermessliches Leid verursacht und dessen Dynamik die gesamte Region destabilisiert. Wir sehen in Afrika die Umbrüche in der Sahelzone, wo Staatsstreiche, Terrorismus und internationale Machtkämpfe miteinander verschmelzen.

Und wir sehen die immer gefährlicher werdenden Spannungen in Ostasien, insbesondere um Taiwan – ein möglicher globaler Brandherd.

All diese Entwicklungen folgen einem Muster: Die Bereitschaft, Konflikte friedlich zu lösen, nimmt ab. Das Vertrauen in internationale Abkommen schwindet. Der Multilateralismus, der nach 1945 als Lehre aus zwei Weltkriegen entstand, ist beschädigt. Länder, die früher Garanten von Stabilität waren, sind heute mit inneren Krisen beschäftigt. Großmächte konkurrieren um Einfluss, während Regionen im globalen Süden unter den Folgen leiden.

Wir erleben gleichzeitig eine massive Zunahme an Desinformation. Nicht nur an den Rändern der Gesellschaft, sondern als geopolitisches Werkzeug. Autokratische Regime nutzen Falschinformationen, Cyberangriffe und Propaganda, um Demokratien zu schwächen, Gesellschaften zu spalten und politische Entscheidungsprozesse zu manipulieren. Ziel ist nicht immer die Überzeugung – manchmal reicht schon die Verwirrung.

Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sagte einmal: „Wir leben in einer Zeit, in der die Herausforderungen schneller wachsen als unsere Fähigkeit, sie zu bewältigen.“ Diese Feststellung ist ernüchternd – aber sie ist auch ein Auftrag.

Denn die entscheidende Frage lautet: Was bedeutet das für uns?
Für Deutschland, für Europa, für uns in Bad Soden-Salmünster?

Es bedeutet erstens, dass wir uns nicht in falscher Sicherheit wiegen dürfen. Frieden ist nicht nur durch militärische Abschreckung gefährdet, sondern durch politische Gleichgültigkeit, durch den Verlust gemeinsamer Regeln, durch das Auseinanderbrechen von Allianzen.

Es bedeutet zweitens, dass wir uns stärker für eine regelbasierte Weltordnung einsetzen müssen. Eine Ordnung, die nicht auf dem Recht des Stärkeren beruht, sondern auf gemeinsamen Prinzipien – Menschenrechte, Humanität, Völkerrecht, Schutz der Zivilbevölkerung.

Es bedeutet drittens, dass wir anerkennen müssen: Globale Konflikte haben lokale Auswirkungen. Ob Energiepreise, Fluchtbewegungen, wirtschaftliche Verwerfungen oder sicherheitspolitische Entscheidungen – alles, was weltweit geschieht, trifft am Ende auch unsere Städte und Gemeinden.

Und es bedeutet viertens, dass wir Haltung zeigen müssen. Neutralität im Angesicht von Aggression ist keine Friedenspolitik. Wegschauen hilft niemandem. In dieser Weltlage zeigt sich, wie verletzlich Frieden ist – und wie notwendig eine aktive, klare und verantwortungsvolle Politik.

4.   Demokratie unter Druck 

Und heute kommen wir unweigerlich zu einer weiteren Grundfrage: Wie stabil ist die Demokratie, in der wir leben? Die Geschichte lehrt uns: Demokratien sterben nicht über Nacht. Sie erodieren langsam. Sie werden schwächer durch Gleichgültigkeit, sie verlieren Halt durch Hass, sie werden angreifbar durch Desinformation – und manchmal bröckeln sie, ohne dass die Mehrheit es rechtzeitig bemerkt.

Die letzten Jahre haben gezeigt, dass unsere demokratische Ordnung unter Druck steht – politisch, gesellschaftlich und kulturell. Wir erleben eine Verrohung der Debatten, eine wachsende Aggressivität im öffentlichen Raum und eine Zunahme politisch motivierter Gewalt. Mandatsträger aller Ebenen werden bedroht. Haupt- und Ehrenamtliche in Kommunalpolitik, Feuerwehr oder Rettungsdienst werden angegriffen. Das ist keine Randnotiz – das ist ein Angriff auf die Grundlagen unserer Gesellschaft.

Wir erleben auch eine massive Zunahme von Desinformation und gezielter Manipulation. Fake News sind keine beiläufigen Irrtümer. Sie sind ein strategisches Werkzeug – genutzt von extremistischen Gruppen, aber auch von ausländischen Akteuren, um Gesellschaften zu spalten und Vertrauen in Institutionen zu zerstören. Der Angriff auf Fakten ist ein Angriff auf die Demokratie.

Gleichzeitig wachsen politische Extreme. Parteien und Bewegungen gewinnen Zulauf, die offen autoritäre, rassistische oder antieuropäische Positionen vertreten. Sie versprechen einfache Lösungen in einer komplexen Welt und speisen sich aus Enttäuschung, Angst und Frust. Doch die Geschichte zeigt: Radikale Kräfte ziehen ihre Stärke nicht aus Lösungen, sondern aus der Zerstörung des Vertrauens in demokratische Strukturen.

Fanatismus beginnt dort, wo Fragen aufhören. Genau das erleben wir immer häufiger: Menschen, die keine Fragen mehr stellen, weil sie einfache Erzählungen bevorzugen. Menschen, die Institutionen diffamieren, statt sie zu stärken. Menschen, die die Freiheit der Demokratie nutzen, um sie selbst infrage zu stellen.

Ein besonders besorgniserregender Trend ist die sinkende Bereitschaft, komplexe Zusammenhänge anzuerkennen. Je komplizierter die Welt wird, desto stärker wachsen Sehnsüchte nach Schwarz-Weiß-Erklärungen. Doch Demokratie lebt vom Aushalten von Ambivalenzen, vom Ringen um Kompromisse, vom Respekt vor unterschiedlichen Meinungen. Wenn diese Fähigkeit verloren geht, verliert die Demokratie ihre Lebendigkeit.

Wir sehen auch eine neue Form des Populismus, der versucht, die kommunale Ebene zu instrumentalisieren. Diskussionen über große Herausforderungen – Energie, Migration, Sicherheit – werden zu Stellvertreterkämpfen, in denen Fakten kaum noch eine Rolle spielen.

Demokratie ist nicht die Abwesenheit von Konflikten, sondern die Kunst, Konflikte zivil auszutragen. Genau darum geht es heute mehr denn je: Wie halten wir unsere Gesellschaft zusammen? Wie schützen wir die demokratische Kultur, die uns Frieden ermöglicht?

Was wir heute erleben, ist eine Art Stresstest der Demokratie. Die Krisen unserer Zeit – Krieg, Klimawandel, Migration, wirtschaftlicher Druck – fordern den gesellschaftlichen Zusammenhalt heraus. Manche Menschen reagieren mit Rückzug, andere mit Wut, wieder andere mit Resignation. Doch Demokratie lebt davon, dass die Mehrheit bei sich bleibt, dass sie sich nicht einschüchtern lässt und dass sie sich einmischt.

An Tagen wie diesem müssen wir uns erinnern: Demokratie ist nicht selbstverständlich. Sie ist keine Erbschaft, die man einmal erhält und dann besitzt. Sie ist ein Auftrag. Sie ist ein Prozess. Sie ist eine tägliche Entscheidung.

Und diese Entscheidung muss an vielen Orten getroffen werden: in Parlamenten, in Medien, in der Wissenschaft – aber eben auch in Städten wie unserer, im Alltag, in Schulen, in Sportvereinen, am Arbeitsplatz, im Ehrenamt.

Oft wird gesagt, Demokratie sei „wehrhaft“. Doch wehrhaft bedeutet nicht nur staatliche Maßnahmen gegen Extremismus. Wehrhaft bedeutet auch: Zivilcourage. Haltung. Klarheit. Die Bereitschaft, im Freundeskreis, im Verein, am Stammtisch zu widersprechen, wenn Menschen abgewertet werden, wenn Hass verbreitet wird, wenn Vorurteile als Wahrheit verkauft werden.

Der Volkstrauertag ruft uns dazu auf, nicht nur an die Opfer vergangener Diktaturen zu denken, sondern die Prinzipien zu verteidigen, die verhindern sollen, dass sich Geschichte wiederholt:
• demokratische Grundrechte,
• die Würde jedes Menschen,
• der Rechtsstaat,
• die Idee eines gemeinsamen Europas,
• und die Verpflichtung zur Menschlichkeit.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

Frieden entsteht nicht abstrakt in internationalen Konferenzen, sondern im Alltag – dort, wo Menschen zusammenleben, zusammenarbeiten und miteinander umgehen. Unsere Städte und Gemeinden sind die ersten Orte, an denen sich gesellschaftlicher Zusammenhalt bewährt. Hier entscheidet sich, ob Respekt, Empathie und demokratische Kultur tragfähig bleiben oder ob Spaltung Raum gewinnt. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie viel Kraft in lokalen Gemeinschaften steckt: als Geflüchtete vor Krieg und Zerstörung Schutz suchten, haben viele nicht nur verwaltet, sondern Verantwortung übernommen – durch praktische Hilfe, durch Offenheit, durch Einbindung in Schulen, Vereine und Nachbarschaften. Aktive kommunale Partnerschaftsarbeit und Begegnung über Grenzen hinweg schaffen zusätzlich Vertrauen und erinnern uns daran, dass wir Teil einer größeren europäischen und internationalen Gemeinschaft sind.

Der Volkstrauertag ist deshalb kein Tag des reinen Rückblicks. Er fordert uns heraus, aus der Vergangenheit Verantwortung für Gegenwart und Zukunft abzuleiten. Die Herausforderungen unserer Zeit verlangen Haltung und Klarheit.

Frieden, Freiheit und Demokratie sind verletzlich. Sie bestehen nur, wenn Menschen sie leben und verteidigen: in der Politik, in Institutionen, vor allem aber im Alltag. Verantwortung bedeutet, kommenden Generationen nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Werte: Respekt, Offenheit, Mut und die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten.

Damit stellt dieser Tag auch uns persönlich Fragen: Welchen Beitrag leisten wir selbst, damit unsere Gesellschaft offen und frei bleibt? Wo widersprechen wir, wenn Hass, Vorurteile oder Ausgrenzung Raum gewinnen? Und wie bleiben wir im Gespräch, gerade wenn es schwierig wird?

Karl Jaspers schrieb: „Friede ist nur durch Freiheit möglich, und Freiheit nur durch Wahrheit.“ Wahrheit bedeutet auch, sich ehrlich zu fragen, ob wir bereit sind, Verantwortung nicht abzuschieben, sondern anzunehmen – persönlich und gemeinsam.

Heute ist also ein Tag des Gedenkens, aber auch ein Tag der Selbstvergewisserung. Er fordert uns auf, Verantwortung nicht abzuschieben, sondern anzunehmen – persönlich und gemeinsam.

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