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2026 05 09 FF BSS Waldbranduebung Bad Soden 2026 001Am Samstagvormittag, 9. Mai 2026 fand in Bad Soden-Salmünster eine große Waldbrandübung mit etwa 135 Einsatzkräften aus den Feuerwehren Bad Soden-Salmünster und weiteren Einheiten aus dem Kreisgebiet, u.a. dem Waldbrandzug des Main-Kinzig-Kreis - insgesamt 25 Einsatzfahrzeuge!

Angenommen war ein Brand der sich von der Bahnstrecke Frankfurt-Fulda aus westwärts auf den Heegwald und das angrenzende Wohngebiet ausbreitete.

Jetzt hier über 100 Fotos.

Zunächst wurde um 8:37 Uhr die Feuerwehren Bad Soden, Ahl und Huttengrund zu einem "kleinen" Einsatzstichwort "F - Wald 1" zum Heegwald nach Bad Soden alarmiert. Die anrückenden Kräfte stellten schnell fest, dass es sich bei angenommenen 25 Grad Celsius, Trockenheit und Wind um eine Brandausbreitung von 10 m / Minute um einen rasch entwickelnden Brand handelte, der den Wald hinauf auf ein Wohngebiet zulief. Um 9:07 Uhr wurde das Stichwort bereits auf "F - Wald 2" erhöht und damit zahlreiche weitere Kräfte nachgefordert.

Neben dem Vollalarm für Bad Soden-Salmünster mit den weiteren Feuerwehren aus Alsberg, Katholisch-Willenroth, Kerbersdorf und Salmünster - die Feuerwehr Mernes war wegen einer parallelen Räumungsübung gebunden - setzte sich der Waldbrandzug des Main-Kinzig-Kreies mit Einheiten u.a. aus Hammersbach, Maintal bis hoch nach Schlüchtern und Sinntal in Bewegung. Neben den Feuerwehr-Einheiten und den u.g. Fachberatern waren zwei Kreisbranbrandmeister und die DLRG (Versorgung, Logistik und ein RTW für Übung und Realfallvorhaltung) sowie die Jugendfeuerwehr als Darsteller an der Waldbrandübung beteiligt.

Die Einsatzleitung übernahm der 2. Stv. Stadtbrandinspektor Frank Seidl, es wurden zwei Einsatzabschnitte für die Brandbekämpfung gebildet, ein Einsatzabschnitt für die Wasserversorgung und ein Einsatzabschnitt für den Bereitstellungsraum am Festplatz Bad Soden. Einsatzabschnittleiter waren Andreas Salomon, Marcel Kloberdanz/Johannes Amberg und Julian Lohrey. Für die weitere fachliche Unterstützung konnte Kreisbrandmeister Florian Friedrich sowie Fachberater von Hessen Forst und der Wasserversorger hinzugewonnen werden. 

Weitere Einheiten wurden nach Bedarf hinzualarmiert, so u.a. die Drohneneinheit des HLZ Freigericht (MKK) zur Erkundung und später auch als Unterstützung zur Personensuche, die IuK-Einheit aus der Feuerwehr Biebergemünd (MKK) zur Unterstützung der TEL, die für die Lage zu gering besetzt war, dazu die TEL der Nachbarstadt Wächtersbach sowie drei Löschzüge zur Brandbekämpfung bzw. Vorhaltung Realfall/Ablöse. Die TEL und Löschzüge waren fiktiv auf der Anforderungsliste und wurden nicht real alarmiert.

Die angenommene Lage entwickelte sich dynamisch und wurde von der Übungsleitung proaktiv "befeuert". So wurden in verschiedenenen Waldgebieten Rauch"bomben" gezündet und Tonnen dienten dazu, anzuzeigen, wie weit die Löscharbeiten Erfolg hatten. Erst wenn diese mit Wasser gefüllt war, war der Bereich "abgelöscht".

Schon relativ am Anfang stießen die Einheiten im oberen Waldbereich auf ein quer stehendes Rückefahrzeug mit einem verletzten Waldarbeiter. Dieser wurde von einer Feuerwehr-Einheit per Spineboard aus dem unwegsamen Gelände gerettet und dem hinzugerufenen Rettungswagen (RTW) übergeben. Dabei hatte der Waldarbeiter noch die wertvolle Information, dass sich eine Wandergruppe mit Kindern im Gefahrenbereich befinden müsse.

Sofort wurde eine Personensuche mit mehreren Einheiten und mit Unterstützung der Drohne eingeleitet. Der untere Einsatzabschnitt wurde nach erfolgreicher Brandbekämpfung aufgelöst und teils in den oberen Brandabschnitt, teils in die Personensuche überführt. Alle Personen wurden gefunden und aus dem Gefahrenbereich geführt. Bei der Darstellung der Wandergruppe unterstützte die Jugendfeuerwehr.

Über die Fachberaterin Forst konnte schnell erreicht werden, dass das im Weg stehende große Forstfahrzeug aus dem Gefahrenbereich gefahren wurde und auch weitere Wege zu den Brandstellen freigab.   

Die Wasserversorgung wurde zunächst über die Wassertanks und das Hydrantennetz durchgeführt. Sehr schnell musste hier aber auf eine weitere Wasserversorgung umgestellt werden. So waren inzwischen drei (im Einsatzfall mehr) Abrollbehälter Wasser nachgeordert und eingetroffen, die im Pendelverkehr Wasser aus dem Wassernetz in Salmünster holten, um den Hochbehälter in Salmünster nicht zu überlasten.

Lagebesprechungen mit den Abschnittsleitern und Fachberatern hatte der Einsatzleiter für 10 Uhr und 12 Uhr angesetzt. Parallel zur letzten Besprechung gab die Übungsleitung dann nach etwa 3 1/2 Stunden vollem Einsatz das Übungsende bekannt. Die Besprechung wurde zur Abschlussbesprechung und die Lage konnte zurückgebaut werden. Die DLRG wurde schon nach der ersten Stunde zuverlässig die Getränkeversorgung zu allen Bereichen und hatte auch für 12:30 Uhr schon eine kleine Stärkung für alle in der Pacificusstraße vorbereitet.

Die Übungsleitung mit Florian Ringelmann, KBM Markus Felber und Lukas Kirchner bedankte sich bei allen Mitwirkenden, u.a. auch den Übungsbeobachtern (u.a. KBM Manuel Acker), der Dokumentations-Einheit und vielen anderen. Neben der Stadtbrandinspektion mit dem 1. Stellvertreter Frank Widmayr (Fahrzeugführer LF 20/16 Bad Soden) und dem 2. Stellvertreter Frank Seidl (Einsatzleiter) waren zur Abschlussbesprechung auch Bürgermeister Dominik Brasch und Kreisbrandinspektor Markus Busanni gekommen und voller Dank.

Insgesamt waren etwa 150 Personen an der Übung beteiligt. Die Waldbrandübung war nach der Besprechung und Verpflegung gegen 13:30 Uhr beendet, Rückweg und Aufrüsten der Fahrzeuge ist da natürlich noch nicht inbegriffen. 

Die Erkenntnisse aus der großen Waldbrandübung werden im Rahmen der TEL- und der Führungsausbildung besprochen. Eine wichtige Erkenntnis sind sicherlich, dass man bei solchen dynamischen Lagen mit hohem Ausbreitungspotential schnell viele Einheiten und Einsatzkräfte brauchen, ebenso wie eine Führungsstruktur und ausreichend Führungskräfte, die diese füllen. Die zweite Erkenntnis ist, dass man gesehen hat, wie zuverlässig und stark jede Kommune trotz Vorlauf mit Unterstützung aus der Nachbarschaft und dem gesamten Kreisgebiet rechnen kann. Je früher alarmiert wird, desto eher sind auch Kräfte aus der Entfernung an der Einsatzstelle und handlungsfähig.

 

Pressespiegel:

https://osthessen-news.de/n11792970/feuer-im-wald-kinder-vermisst-150-einsatzkrafte-proben-den-ernstfall.html

 

Fotos folgen nach und nach

Fotos Frank Seidl:

 

Fotos Markus Felber:

Foto KI-generiert (dienten den ersteintreffenden Kräften zur Veranschaulichung)

Foto KI-generiert zur Anfangslage

 Erstabsprache zur Übergabe Zugführer an Einsatzleiter

 

Fotos Markus Koch:

 

Fotos Andreas Bejm (1Satz | Media, Osthessen-News), mit freundlicher Genehmigung

https://osthessen-news.de/n11792970/feuer-im-wald-kinder-vermisst-150-einsatzkrafte-proben-den-ernstfall.html