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Um etwa 15 Uhr am Samstagnachmittag (8. Juni 2013) sind die Katastrophenschutz-Einheiten des Main-Kinzig-Kreises mit unseren Kräften aus Bad Soden-Salmünster gut im Zielort Beyern (Stadt Falkenberg/Elster) im südlichen Brandenburg angekommen.
Trotzdem die fünfzig Fahrzeuge aus dem Main-Kinzig-Kreis nach eigenen Angaben gut voran kommen, dauert eine Fahrt im Zug über mehr als 400 Kilometer Strecke doch eine geraume Zeit. Um 4:45 Uhr starteten die Kreiseinheiten in Wächtersbach.
Am Samstag, 8. Juni 2013 fand in Biedenkopf (Kreis Marburg-Biedenkopf) die Verbandsversammlung des Nassauischen Feuerwehrverbandes (Bezirksfeuerwehrverband) statt. Der Main-Kinzig-Kreis war mit vollen 20 Delegierten anwesend.
Aus dem Unterverband Schlüchtern waren delegiert: KBI a.D. Karl Noll (FF Huttengrund), Bernd Ulrich, Unterverbandsvorsitzender Bernd Schauberger (FF Niederzell), Matthias Hummel (FF Ahl) und Frank Seidl (FF Ahl / Salmünster).
Um den Hochwassereinsatz des Katastrophenschutzes in Brandenburg etwas zu begleiten, geben wir hier die Infos unserer Einsatzkräfte aus dem Katstrophengebiet weiter. Das soll auch den Angehörigen, Freunden und Kameraden ermöglichen, einigermaßen auf dem Laufenden zu sein.
Die Mannschaft aus Bad Soden-Salmünster ist am Samstagmorgen, 8. Juni 2013 gut im Katastrophenschutz-Konvoi des Main-Kinzig-Kreises gestartet und fährt nach "Beyern", einem Dorf der Stadt Falkenberg/Elster im südlichen Brandenburg. "Florian Bad Soden-Salmünster 8-43-1", wie der Funkrufname des Salmünster Kats-Löschgruppenfahrzeuges lautet, ist inmitten des Löschzuges 2 unterwegs. Gruppenführer Denis Hartwig schickte uns die erste Impression von der Fahrt um 5:24 Uhr: "Immer der Sonne entgegen".
Wenn man den Anlass ausblendet, so war es ein durchaus ein imposantes Bild auf dem Wächtersbacher Messegelände. Samstagnacht, 8. Juni 2013 gegen 3 Uhr machten sich Feuerwehrfahrzeuge aus dem gesamten Kreisgebiet auf nach Wächtersbach. Nach und nach sammelten sich hier etwa 180 Einsatzkräfte aus dem Kreisgebiet zum Abmarsch auf dem Messegelände, das die Feuerwehr Wächtersbach unter Stadtbrandinspektor Markus Metzler hervorragend vorbereitet hatte. Unter den Katastrophenschützern war auch eine Gruppe Feuerwehrfrauen und -männer aus Bad Soden-Salmünster.
Nach der ersten Organisation der Züge und einer einführenden Ansprache des Verbandsführers, Kreisbrandinspektor Markus Busanni, ging es um 4.45 Uhr im Konvoi mit etwa 50 Fahrzeugen mit Blaulicht gen Osten. Etwas Verwunderung gab es bei dem einen oder anderen, als es hieß, dass der Zug nach Beyern fährt. Beyern (Stadt Falkenberg/Elster) ist ein 418 Seelen Dorf im südbrandenburgischen Landkreis Elbe-Elster zwischen Leipzig und Cottbus, südlich von Dessau, nördlich von Dresden. Beyern ist 424 Kilometer entfernt.
Am Donnerstagabend, 6. Juni 2013 bekam der 2. Brandschutzzug des Main-Kinzig-Kreises (Katastrophenschutzzug der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster) den Voralarm für einen möglichen Hochwassereinsatz in Dresden.
Eine erste Vorbesprechung gab es wenige Minuten später im Feuerwehrhaus Bad Soden.
Am späten Freitagnachmittag wurde nun tatsächlich der Marschbefehl erteilt: Um 4 Uhr am Samstagmorgen, 8. Juni 2013 sollen die Katastrophenschutzeinheiten aus dem Main-Kinzig-Kreis ins Krisengebiet nach Ostdeutschland starten - darunter das Löschgruppenfahrzeug aus Salmünster mit 9 Einsatzkräften (es standen sogar mehr Freiwillige für den Hochwassereinsatz bereit). Mühlberg in Brandenburg wurde als mögliches Ziel ausgegeben. Mühlberg an der Elbe wurde noch am Freitagabend evakuiert, da die Dämme zu brechen drohten.
Es ist Anfang Juni 2013 und wir haben wieder eine Hochwasserkatastrophe im Süden und Osten des Landes. Erst langsam kam diesmal das Bewusstsein, dass dieses Hochwasser dramatische Formen annehmen würde. Der Stand des Jahrhunderhochwassers von 2002 wurde stellenweise übertroffen. Gebiete von Passau (Bayern, Deggendorf Fischerdorf steht ca. 2 Meter unter Wasser) über Dresden und weiter nordwärts nach Niedersachsen sind betroffen. Katastrophenschutzeinheiten, Hilfsorganisationen und Privatpersonen, teils organisiert über soziale Medien, sind seit Tagen im Einsatz. Auch aus dem Main-Kinzig-Kreis sind Kräfte von THW und anderen Einheiten aktiv.
Schäden sind noch gar nicht absehbar, der Scheitelpunkt der Pegelstände ist im Osten erst jetzt erreicht, es wird gehofft und gearbeitet dafür, dass die Schutzdämme und Deiche halten, um noch Schlimmeres zu verhindern.
Nun sind aber - neben der aktiven Hilfe vor Ort - auch Spenden gefragt.
Archivfoto: 2002 in Dessau (Frank Seidl)
Wir haben hier verschiedene Spendenkonten benannt:
Es traf die Ahler wie ein Blitz, als der Hessische Rundfunk Ahl für einen Besuch und Bericht für das Format "Dolles Dorf" zog. Das war verrückter Drehfreitag, am 17. August 2012, den auch die Freiwillige Feuerwehr und deren Mitglieder aktiv unterstützten, auch wenn die Feuerwehr im eigentlichen Bericht nur auf dem Schlussbild mit dem nagelneuen Mannschaftstransporter zu sehen war.
Nun geht es unter allen "Dollen Dörfern" von 2012 in das Voting, wer das "Dollste Dorf" wird.
Von 2. bis 6. Juni 2013 kann nun für das Dorf Ahl angerufen werden:
Für Sonntag, 2. Juni 2013 hat die Freiwillige Feuerwehr Alsberg die Bevölkerung zu einem Frühschoppen ab 11 Uhr und einem kleinen Sommerfest mit Grillen am Feuerwehrhaus eingeladen.
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