Der Deutsche Wetterdienst warnt weiterhin vor der Gefahr von Wald- und Vegetationsbränden. Die Warnung besteht überwiegend in der Warnstufe rot (4 von 5).
Passen Sie auf und seien Sie bitte aufmerksam.
Unachtsamkeiten und Fahrlässigkeiten können vermieden werden. Brandstiftung ist eine Straftat.
Wichtig ist auch, dass Brände schnell entdeckt werden und die Feuerwehr dadurch eine Chance hat, diese schnell zu bekämpfen. Der Waldbrand am 10./11. August 2026 bei Rodenbach "brach an vier Stellen aus" und entwickelte sich schnell zu einem großen Ereignis auf etwa 55 Hektar Fläche. Laut Homepage der Feuerwehr der Gemeinde Rodenbach (Waldbrand unter Kontrolle – Einsatzkräfte weiterhin im Einsatz - Feuerwehr Rodenbach) vom 12. August 2026 waren über 700 Einsatzkräfte vor Ort, zeitweise bis zu 500 gleichzeitig. Diese Einsatzkräfte mit mehr als 100 Einsatzfahrzeugen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis, den benachbarten Landkreisen und aus Bayern verbrachten anderthalb Tage damit, den Brand unter Kontrolle zu bringen.
Dabei ist es nicht getan, den Bereich einmal ordentlich zu wässern. Glutnester dringen in den Waldboden ein und entwickeln sich unter der Oberfläche weiter, Wasser löscht oberflächlich, aber dringt oft nicht tief genug in den Boden vor, um auch Glutnester zu löschen. Hier muss per Hand und/oder Netzmittel nachwirkt werden. Wind facht das Feuer neu an und sorgt für eine rasche Ausbreitung. Hitze und Unwegsamkeit im Gelände erschweren die effektiven Löscharbeiten zusätzlich. Das macht ausgedehnte Wald- und Vegetationsbrände so aufwändig, langwierig und ressourcenintensiv.
Neben den enormen Mengen an Löschwasser gibt es einen hohen Verschleiß an Material (z.B. Schläuche) und einen Einsatz von viel personellen Ressourcen. Freiwillige Feuerwehr heißt, dass Feuerwehrleute von der Arbeit freigestellt werden (müssen! - das ist trotz gesetzlicher Pflicht nicht überall selbstverständlich und einfach umzusetzen) und der Arbeitgeber hat einen Anspruch auf Lohnersatz. Somit ist ein Einsatz in der Größenordnung von Rodenbach nicht nur für die Einsatzkräfte sehr kräftezehrend, sondern auch für die Allgemeinheit sehr kostspielig.
Quelle: Wetter und Klima - Deutscher Wetterdienst - Leistungen - Waldbrandgefahrenindex
https://www.dwd.de/DE/leistungen/waldbrandgef/waldbrandgef.html

















