Der erste Tag des Berufsfeuerwehrtags der Jugendfeuerwehr Bad Soden von Samstag, 17. bis Sonntag, 18. Oktober 2026 ging mit einigen "Einsätzen" und Aktivitäten zu Ende. Nach den "Einsätzen" am Vor- und frühen Nachmittag ging es am späten Nachmittag gegen 17:05 Uhr wieder "rund". Jemand meldete nämlich einen "F 2 - Sonstige/unklare Rauchentwicklung" und brachte damit alle Einheiten der "JF-BF-Wache Bad Soden" wieder "in Wallung".
Dabei kam den JF-Mitgliedern die "Einsatzstelle" sehr bekannt vor: Hier am Münsterberg in Salmünster Richtung Neudorf werden alljährlich die eingesammelten Weihnachtsbäume abgeliefert und gleich verbrannt. Diesmal war ein Palettenfeuer, das durch Funkenflug auf die nahe, trockene Vegetation übergriff, der Einsatzauftrag. Als Mimen für den Vegetationsbrand dienten Tonnen, die mit Wasser gefüllt werden mussten.
Die Aufgabe meisterten die Kinder und Jugendlichen natürlich souverän. Drei Trupps waren mit C-Rohren im Einsatz, zwei nahmen sich die Vegetationsbranddarstelltonnen vor, ein Trupp musste zunächst wie die Katze vor dem Mäuseloch mit Strahlrohr im Anschlag bereitstehen und durfte den Paletten-Feuerstapel zunächst nicht löschen. Wie fies. Das hatte aber einen praktischen Grund, damit nicht zu viel angebranntes Holz weggeräumt werden musste. Gegen Einsatzende durften sie doch noch "Wasser marsch" geben und sich über den schon fast aufgebenden Feuerstapel hermachen. Vorher hatte ein Trupp sich noch Harken ausgerüstet und einen Wundstreifen angelegt, damit das "Feuer sich nicht weiter ausbreiten kann". So war der Einsatz ohne Aufregung bald abgearbeitet. Unterstützend war hier der Stv. Wehrführer Florian Ringelmann dabei.
Der nächste Einsatz wartete aber nicht lange, denn ein paar Einsatzkräfte hatte sich zwischendurch bereits weggeschlichen und die nächste Einsatzstelle "vorbereitet". Gegen 18:50 Uhr läutete es dann quasi zum "Folgeeinsatz" mit "F 1 - Kleinbrand" mit einer Rauchentwicklung an der Finkhütte am Hohen Kreuz von Bad Soden.
Dort angekommen, war die Lage zunächst weiter unklar. "Oh, hoffentlich dauert es nicht so lange, ich habe Hunger ..." lautete ein Kommentar aus der "Jugendmannschaft". Doch "der Brand" war recht schnell unter Kontrolle (und durfte erstmal als Lagerfeuer weiterbrennen) und der eigentliche Auftrag konnte nun gemeinsam angegangen werden: Abendessen stand an. Es gab vor Ort Würstchen vom Grill. So könnte jeder Einsatz enden ...
Am Lagerfeuer durften die Kinder und Jugendliche noch Marshmellows am Stock bruzzeln, bevor um kurz vor 20 Uhr dann doch der Befehl zur Brandbekämpfung kam: Das Lagerfeuer musste natürlich professionell vom Angriffstrupp abgelöscht werden. Dann ging es zurück zum Feuerwehrhaus.
Anschließend war der Abend verdächtig einsatzstill.
Aber das sollte nicht lange so bleiben, denn gegen 22 Uhr folgte eine Personensuche "H 1 Y", verkleidet in einer kleinen Nachtwanderung im Wald oberhalb des Feuerwehrhauses ab dem Rettungspunkt MKK 44. Mit Lampen und Wärmebildkamera gibt es über Wald- und Wanderwege entlang von Lichtspuren und anderen Hinweisen durch den Wald. Wichtig war es, zusammenzubleiben, denn aus dem Wald schallten immer mal merkwürdige Geräusche, Schreie, Tierlaute und das Rascheln von Laub, das Krachen von Ästen. Wilde Tiere, gefährliche Banden? Die meisten "Weggesellen" entpuppten sich als harmlos und schlossen sich der Suchtruppe an. Eine Strecke führte sogar in Dunkelheit an einem Seil entlang, so dass sich die Kinder und Jugendlichen an die Hand fassen mussten, um dieses Teilstück gemeinsam zu überstehen. Zwischendurch gab es sogar mal einen Blick durch das Blätterdach hoch zum sternenklaren Himmel. Aber der Auftrag wurde natürlich nicht vergessen: Die gesuchte Person wurde schließlich gefunden, so dass der Rückweg Richtung Zivilisation angetreten werden konnte.
Nach der erfolgreichen Suche und schönen Nachtwanderung durch den Wald war auch die sportlich-mutige Abendaktivität abgeschlossen. Nun sind alle gespannt, ob die restliche Nacht ruhig bleibt ...
Achso eins noch: Wer sich wundert, dass die JF-Mitglieder teilweise Maske tragen - keine Angst, wir haben nicht schon wieder Corona, es soll nur ein "Atemschutzeinsatz" symbolisieren. So wird schon den Einsatzkräften von morgen bewusst, dass Atemschutz wichtig ist.
Fotos: Frank Seidl (Feuerwehr Bad Soden-Salmünster, herzlichen Dank)
"Einsatz 3" | F 2 - unklare Rauchentwicklung


























"Einsatz 4" | F 1 - Sonstige/Rauch































"Einsatz 5" | Personensuche / Nachtwanderung
Besprechung des Waldteams ...

geheime Botschaften und Lichtzeichen ... (Nelson war hier :-O)














Am TM2-Lehrgang lag´s nicht ... ;-)















