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international_2011-002Nach zwei Wochen ist das Weltpfadfindertreffen in Schweden nun offiziell beendet und nach den Aufräumarbeiten auch die Tätigkeit des Pfadfinders und Feuerwehrmannes Frank Seidl vor Ort. Zeit für einen kleinen Rückblick auf den Dienst dort. Fotos (Frank L. Seidl): mit seinem Einsatz-Bike, im internationalen Team mit den Bike-Sichten und den Leitern.

Frank Seidl war als Rapid Response Bike für Notfälle eingesetzt. Bei einer "Stadt" von 39.000 Bewohnern und fast täglich mehreren Tausend Tagesbesuchern, bleiben auch Notfälle nicht aus. Statistisch gesehen ist während eines solch großen und langen Lagers auch mit einem Todesfall zu rechnen. Dieser blieb glücklicherweise aus. Auch sonst kam es nur selten zu ernsthaften Verletzungen und Erkrankungen. Die zwei Rettungswagen und die Fahrradambulanz rückten täglich im Durchschnitt insgesamt zu ca. 10 bis 12 Einsätzen aus. Die schwersten Verletzungen gab es nach einem Verkehrsunfall am Jamboree-Gelände (ein Pkw fuhr in den Graben gegen einen Pfosten). Zwei Mädchen wurden aufgrund starker Rückenschmerzen auf einem Spine-Board fixiert und ins Krankenhaus transportiert. Außerdem war auch der Leiter mit der Rauchgasvergiftung schwer verletzt. Alle drei Verletzungen waren jedoch nicht so schwerwiegend wie befürchtet. Die häufigsten Verletzungen gab es im unwegsamen Gelände durch umgeknickte oder verstauchte Knöchel, aber auch gebrochene Arme und Beine kamen vor. Sehr häufig waren an heißen Tagen - trotz der Hinweise Kopfbedeckungen zu tragen und viel zu trinken - Hitzeerschöpfungen und Hyperventilationen. Gemessen an der großen Anzahl junger Leute im Camp waren aber auch dies keine bedenklichen Zahlen.

Der Dienst hat sehr viel Spaß gemacht und das System hat sich bewährt. Zu 90 Prozent konnte die Fahrradambulanz schneller als der Rettungswagen vor Ort sein und bereits wirksame Maßnahmen einleiten. Oftmals war das Medical Bike Team aber auch selbständig tätig, da beide Rettungswagen bereits im Einsatz waren. Nach Feierabend unterstützte Seidl das Ambulanz-Team und fuhr als zusätzlicher Rettungssanitäter bei Notfällen mit.

international_2011-003Die Medical-Bikes arbeiten im Schichtdienst im 2er Team (2 Bikes -> Mike Bravo One), so dass wir drei Teams hatten:
Team 1: Frank Seidl (Germany), Susan Dempsey (United Kingdom),
Team 2: Florian Doms (Germany), Stefanie Hirsch (Germany),
Team 3: Stefan (Austria), Julia Walter (Germany)

Für das Personal in den Health Centern, dem Medical Center, der Ambulancen (Rettungswagen und Medical Bike) und den First Aid-Teams hatten der Leiter, Stefan Lundh und Co-Leiter Steen Walinder zum Schluss außer Dank und eine Urkunde auch ein Aufnäher: "HEALTH ANGELS" :-)