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Der Deutsche Feuerwehrverband nimmt am 19.09.2012 in einer Pressemitteilung zu Vorwürfen des Deutschen Journalistenverbandes Stellung, die Feuerwehren betreibe durch die Veröffentlichung von Einsatzstellenfotos einen "unlauteren Wettbewerb".

Unser Selbstverständnis: Wie auf der Internetpräsenz der Feuerwehr Bad Soden-Salmünster dargelegt (Presse-Dienst), versteht der Presse-Dienst sich als Service-Einrichtung. Zum einen kommt die öffentliche Feuerwehr - stets unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte! - ihrer Informationspflicht nach: Was ist passiert? Dazu dienen zudem Fotos von Einsatzstellen, die im übrigen auch zur Einsatzdokumentation und für die Ausbildung der Feuerwehrleute genutzt werden. Diesem öffentlichen Interesse an Informationen kommen wir in geordneten Bahnen nach. So soll auch der Bedarf (auch der Redaktionen) an privaten "heimlich geschossenen Fotos" mit dem Handy etc. in den Hintergrund treten und damit den Einsatzstellen-Tourismus und die Anzahl der Schaulustigen einschränken. Informationen gibt es später in der Presse oder der Homepage der Feuerwehr. Nicht reißerisch, sondern informativ. 

Journalisten vor Ort werden - soweit es die Einsatzlage zulässt - unterstützt durch Informationen und Zugang zur Einsatzstelle außerhalb des Gefahrenbereichs, sofern dies der Einsatzablauf erlaubt. Für die Einhaltung der Persönlichkeitsrechte sind die Pressevertreter dann selbst verantwortlich. Die Polizei kann die Rechte, z.B. Zutritt zur Einsatzstelle, unter Umständen generell einschränken.

Auf eine gute Zusammenarbeit mit den Presse- und Medienvertretern hier vor Ort legen wir großen Wert und pflegen einen sehr freundlichen und fairen Umgang miteinander. Keinesfalls streben wir - allesamt ehrenamtlich und unentgeltlich in der Feuerwehr für die Bevölkerung im Einsatz - es an, den lokalen Journalisten Konkurrenz zu machen. Für diese gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren sei daher auch ein Wort des Dankes gerichtet: Wir können uns aufeinander verlassen.

Die nachfolgende Pressemitteilung des DFV betrifft uns hier nicht. Mit den örtlichen Pressevertretern gibt es eine gute Kommunikation. Nachrichtlich, auch um mögliche Fragen zu beantworten, haben wir sie hier dennoch hier veröffentlicht:  

 

Pressemitteilung des Deutschen Feuerwehrverbandes vom 19.09.2012 auf www.dfv.org
 

Fotojournalisten auf Konfrontation zur Feuerwehr

Gewerkschafts-Kampagne „Rettungsknipser“ belastet Miteinander vor Ort

Berlin – Unter dem Titel „Rettungsknipser“ übt der Deutsche Journalistenverband scharfe Kritik an der Feuerwehr: Dessen Bundesvorsitzender wirft Feuerwehren „unlauteren Wettbewerb“ und „Preisdumping mit öffentlichen Mitteln“ vor, wenn Fotos von Einsätzen und Übungen durch Pressesprecher auch Medien zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt werden.

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) weist diese Vorwürfe entschieden zurück und nimmt seine Öffentlichkeitsarbeiter in Schutz: „Das gute Miteinander von Feuerwehrsprechern und Journalisten vor Ort wird aus wirtschaftlichen Interessen einer Minderheit von Foto- und Videojournalisten unnötig belastet“, sagt DFV-Präsident Hans-Peter Kröger.

Auf völliges Unverständnis stößt die Kampagne, weil sie Feuerwehrleute als gewissenlose Schaulustige darstellt. „Insbesondere der Videoclip ,Rettungsknipser‘ ist geschmacklos und beleidigend; wenn er satirisch sein soll, ist er zumindest gedankenlos gemacht“, findet Kröger. „Dass der Gewerkschaftsvorsitzende dies auch noch mit einem Gesprächsangebot verknüpft, muss auf viele Feuerwehrangehörige wie Hohn wirken. Es geht auch deshalb fehl, weil der DFV in der Sache schon mit der Gewerkschaft in Kontakt steht.“

Pressearbeit der Feuerwehren wird in den Redaktionen anerkannt

Der Deutsche Feuerwehrverband weist den in der Kampagne entstandenen Eindruck zurück, Feuerwehren würden den Einsatzerfolg für spektakuläre Bilder hintenanstellen: „Keine Führungskraft würde das zulassen. Selbstverständlich gibt es überall klare Vorschriften zum Einsatzmanagement, vielfach auch zur Medienarbeit und zur Einsatzdokumentation“, erläutert Kröger.

Der Deutsche Feuerwehrverband hat sich schon in der Boomzeit des Reality-TV Ende der 1990er Jahre unmissverständlich darauf festgelegt, dass Feuerwehrleute keine Hilfskräfte für Journalisten sind. Damals hatten Medien offensiv versucht, regelmäßig Videomaterial von Feuerwehren zu erhalten.

DFV-Präsident Kröger bestätigt diese Haltung heute erneut: „Jeder hat seine Aufgabe. Wir respektieren die Tätigkeit der Medien und ermöglichen sie an Einsatzstellen auch unter Risiken. Die Pressesprecherinnen und Pressesprecher der Feuerwehren leisten unverzichtbare und gute Arbeit, die in den Redaktionen anerkannt ist und nachgefragt wird. Das erklärt auch die Schärfe der so genannten Kritik-Offensive des Journalistenverbandes. Unsere Öffentlichkeitsarbeit wird überwiegend sogar ehrenamtlich geleistet – allein deshalb geht der Vorwurf des unlauteren Wettbewerbs fehl und wäre im konkreten Einzelfall möglicherweise justiziabel.“